Professioneller Restaurator, der den Schmutz von der Rückseite der antiken Ölgemäldeleinwand entfernt © Getty Images/ microgen

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Konservator: Kunst für kommende Generationen

Die „Mona Lisa”, Werke von Rodin oder Vermeer: Ohne den Konservator wären diese Kunstschätze teilweise heute verblasst oder nicht mehr zugänglich. Denn ganz im Sinne des Jobtitels konserviert und bewahrt er Werke vor dem Zahn der Zeit und für die Öffentlichkeit. Der Schutz der Kunst und die Bewahrung des kulturellen Erbes gehören zu seinem Metier. Ein wenig verwirrend ist, dass der Titel in deutschen Museen für die Kuratoren verwendet wird, die für die gesamte Sammlungspflege, die Museumspädagogik und alle organisatorischen Belange einer Ausstellung verantwortlich sind.


Als Konservator arbeitest Du daran, kulturelle Artefakte, Kunstwerke und historische Stätten zu erhalten und zu schützen. Deine Aufgaben umfassen die Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken, die Organisation von Ausstellungen und die Pflege kultureller Sammlungen.

Der Konservator im Museum

Anhand der Zweischneidigkeit des Jobtitels wird deutlich, dass ein Konservator mehr können muss, als die bloße Restaurierung von Kunstwerken fachgerecht auszuführen. Als Bewahrer geht es auch darum, Stücke für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und diese mit entsprechenden lehrreichen Erklärungen zu versehen. In dieser Funktion ist ein Konservator in Museen und Sammlungen in öffentlicher Hand tätig und gilt als höherer Beamter mit fester Besoldungsgruppe. Dabei kann er für ein Haus bzw. eine Sammlung oder ein ganzes Ensemble an Museen verantwortlich sein. Auch gibt es (wenige) Positionen, in denen ein Konservator für die Museumslandschaft eines Bundeslandes verantwortlich ist.

Der Konservator braucht unbedingte Fachkenntnis

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass der Beruf als Kurator bzw. Konservator mit einer fundierten und langjährigen Ausbildung einhergeht. Hierbei gibt es allerdings verschiedene Möglichkeiten. So können Bewerber in Kunstgeschichte, Archäologie oder Restaurierung promoviert haben. Die Promotion ist jedich fast unabdingbar, vor allem, wenn es um die Leitung eines Hauses geht. Darüber hinaus sollte ein wissenschaftliches Volontariat in einer Sammlung oder einem Museum vorzuweisen sein. Und natürlich: Ohne entsprechende Praxiserfahrung wird kein Museum einen neuen Konservator einstellen, schließlich geht es hier um unersetzliche Kunstwerke.

Weiterbildung auf der Hochschule

Einige Kunsthochschulen bieten Weiterbildungen zum Konservator bzw. Kurator an, in denen die Theorie mit den Praxisanforderungen, wie Verwaltungs- und pädagogischem Verständnis, verbunden werden. Auch hier ist eine abgeschlossene Hochschulausbildung eine Voraussetzung für die Aufnahme.

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Das Gehalt eines Konservators

Basierend auf 56 Gehaltsangaben beträgt das Jahresgehalt als Konservator in Deutschland durchschnittlich 40.900 €. Das tatsächliche Gehalt kann abhängig von Faktoren wie Erfahrung und Branche zwischen 25.100 € und 65.900 € liegen.

Bei kununu findest Du Gehaltsangaben abhängig von Berufserfahrung, Standort, Personalverantwortung und vieles mehr. 

Hast Du schon die wichtigsten Skills, die ein Konservators braucht?

Hard Skills:

  1. Restaurierung und Konservierung: Fachkenntnisse in verschiedenen Restaurierungstechniken sowie der Erhaltung von Kunstwerken und historischen Artefakten.
  2. Materialkenntnisse: Verständnis der verschiedenen Materialien und Techniken, die in der Herstellung von Kunstwerken und Artefakten verwendet werden.
  3. Konservierungsplanung: Fähigkeit zur Planung und Umsetzung von Konservierungsprojekten unter Berücksichtigung ethischer und technischer Standards.
  4. Ausstellungsmanagement: Erfahrung in der Organisation von Ausstellungen und Präsentationen kultureller Werke in Galerien und Museen.
  5. Dokumentations- und Archivierungstechniken: Kenntnisse über die richtige Dokumentation und Archivierung kultureller Artefakte und deren Geschichte.

Soft Skills:

  1. Detailgenauigkeit: Sorgfältige und präzise Arbeit bei der Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken und Artefakten.
  2. Analytisches Denken: Die Fähigkeit, komplexe Probleme zu analysieren und geeignete Lösungswege zu finden.
  3. Kommunikationsfähigkeit: Klare Kommunikation der kulturellen Bedeutung von Artefakten an ein breites Publikum.
  4. Teamarbeit: Zusammenarbeit mit Kollegen, Kuratoren und Fachleuten aus anderen Disziplinen.
  5. Zeitmanagement: Effiziente Planung und Organisation von Konservierungsprojekten und Ausstellungen.

Alternative Berufe:

  • Kunsthistoriker
  • Konservierungswissenschaftler
  • Kurator
  • Restaurator
  • Museumsmanager

Weiterbildungsmöglichkeiten:

Die Teilnahme an Workshops, Weiterbildungen oder die Verfolgung eines Masterabschlusses in Konservierungs- und Restaurierungsstudien können Dir helfen, Deine Kenntnisse zu vertiefen und auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Um Deine Kenntnisse zu erweitern und Deine Fähigkeiten zu entwickeln, könntest Du in Deiner Freizeit die folgenden Aktivitäten ausüben:

  • Die freiwillige Mitarbeit in Museen, Galerien oder Restaurierungsprojekten.
  • Die Mitgliedschaft in beruflichen Verbänden und Organisationen für Konservatoren.
  • Die Teilnahme an Kunst- und Kulturveranstaltungen und Austausch mit anderen Fachleuten.
  • Der Besuch von Seminaren und Vorträgen zu den neuesten Entwicklungen in der Konservierungsbranche.
  • Die Teilnahme an handwerklichen Kursen zur Restaurierungstechniken und Materialkenntnisse.

Veröffentlicht
14.04.2024